Presse
09.02.2006 - Saarbrücker Zeitung
Mit strahlenden Stimmen
Frauenchor Pro Musica glänzte in der St. Ingberter Stadthalle mit leichter und schwerer Kost.
Der St. Ingberter Frauenchor Pro Musica begeisterte am Dienstagabend das Publikum in der Stadthalle. Verstärkt wurden die Sängerinnen um Barbara Ikas durch Profi-Sopranistin Hannelore Becker und Profi-Bassist Martin Emrich. Als Pianist bewährte sich Christoph Schach bei den abwechslungsreich klingenden Werken aus Musical- und Schlagerwelt.
von SZ-Miratbeiter Wolfgang Dörr
St. Ingbert. Mit einem Mammutprogramm und glänzend in Form brillierten am Dienstagabend in der vollbesetzten Stadthalle der St. Ingberter Frauenchor Pro Musica mit seinem Faschingskonzert.
Leichte Muse war angesagt, aber wie viel Arbeit und Einsatz steckte in diesem Konzert von über zweieinhalb Stunden! Unter dem Motto "Mit Musik geht alles besser" und dem bekannten Lied daräber zeigte der Chor Pro Musica, dass es ihm unter der glutvollen Leitung von Barbara Ikas vor allem um die Musik geht.
So standen im ersten Teil Melodien aus der Welt des Schlagers und des Musical-Theaters auf dem Programm, abwechselnd vom Chor und den beiden Berufs-Solisten Hannelore Becker und Martin Emrich gesungen, beide aus der Schule von Barbara Ikas hervorgegangen. Da waren zum Beispiel von Martin Emrich "Wer Klavier spielt, hat Glück bei den Frau'n" zu hören und etliche Lieder von Udo Jürgens. Bei diesen musste man sich erst daran gewöhnen, sie von einem Bass gesungen zu hören. Mit viel Ausdruck in der Stimme und Gestaltung sang Martin Emrich auch Lieder von Frank Sinatra wie "My Way".
Zum Kraftvollen Singen des Bassisten passte die Stimme von Hannelore Becker, die mit starkem, warmstrahlendem Sopran, leicht bis in die höchsten Höhen, die Zuhörer begeisterte. So erklangen die "Nachtigall" (Stimmen der Natur) und andere Lieder.
Nachdenkliche Passagen
Nicht nur zur Faschingszeit passende fröhliche Lieder sang der Frauenchor Pro Musica, sondern auch nachdenklich machende mit tiefer Textaussage. So waren neben "My Butterfly" auch "Ihr von Morgen werdet andere Wege gehen" zu hören.
Barbara Ikas lässt ihren Chor offen singen, legt ihm keine grossen Fesseln in übertriebener Dynamik an und gestaltet den Klang mit den Frauenstimmen, die frei und wie selbstverständlich klingen. Sie korrigiert mit leichter Hand und viel Ausdruck drohende Intonationstrübungen und gestaltet vor allem die Schlüsse exakt und sauber.
Waren im ersten Teil mehr oder weniger lose die Melodien aneinander gereiht, so wurden nach der Pause die Werke auch gestalterisch und mit Bühnendekoration und jeweils passender Kostümierung aufgeführt. So aus dem Musical "Cats" von Andrew Lloyd Webber sechs Szenen, wie die von Martin Emrich als Kater gut gestaltete Szene "The Theatre Cat" und vom Chor mit anfangs schön und leicht gesungenem Sopran "Memories". Bei diesen bekannten Teilen aus "Cats" trat auch Sandra Goelzer als Chorsolistin auf. Den sauber strahlenden vollen Sopran von Hannelore Becker konnten die vielen Besucher auch im zweiten Teil oftmals geniessen, so im "Vilja Lied" von Franz Lehàr oder zusammen mit Martin Emrich in "Lippen schweigen" von Franz Lehàr.
Passende Kostümierung
Emrich trumpfte im Verlauf des Programms mit immer grösserer Stimmstärke auf, Hannelore Becker mit immer strahlenderer Stimme und der Chor mit immer mehr überschäumender Sanges- und Gestaltungslust, angefeuert von der "Mutter" des Chores, Barbara Ikas.
So wurde "My fair Lady" von Frederick Loewe mit passender Kostümierung aller zu einem bestens inszenierten Bühnenstück, die letzten Reserven des langen Abends einsetzend. Zu bewundern war die gute Aussprache und das musikalische Stehvermögen über diese lange Zeit. Grosser Einsatz und grossen Anteil am guten Gelingen hatte der stets zuverlässig begleitende Pianist Christoph Schach. Herzlicher Applaus des begeisterten Publikums brachte nochmals das "Ich hätt' getanzt heut Nacht" als Zugabe.
16.07.2004 - SaArbrücker Zeitung

Sommerliche Serenade
Die SZ-Kritik
Zu einer „Sommerlichen Serenade“ hatte der Frauenchor Pro Musica St. Ingbert in die Stadthalle eingeladen. Dabei gefiel nicht nur der Chor selbst, auch die eingeladenen Solisten und das Damenquartett Quartetto Femminile erwiesen sich als gute Wahl für ein Konzert dieser Art.
Von SZ-MITARBEITER Wolfgang Dörr
St. Ingbert. Nach der Teilung des Chores vor einigen Monaten ist der Frauenchor Pro Musica wieder zu einem stattlichen Ensemble angewachsen, und dies nicht nur von der Zahl her. Mit deutschen Madrigalen eröffnete der Frauenchor Pro Musica die Serenade, die „abendliche Aufführung mit Gesang“. Stilistisch passend hatte Barbara Ikas als Instrumente zwei Violinen und ein Cello dazu gesellt, wobei das Cello die Bratschenstimme übernahm. Von Adam Gumpelshaimer erklang „Die finster Nacht“, von O. S. Harnisch „Wenn ich sehe deiner Äuglein Schein“ und von Jakob Regnart „Nun bin ich einmal frei“. Jeweils nach einem Vorspiel der Instrumente sang der Chor sauber, locker, mit guter Betonung und stilistisch angemessen.
Solistisch ging es weiter mit Anne Ochs, die mit ihrem noch jugendlichen Sopran das italienische Volkslied „Lässt sich Amor bei euch schauen“ und zwei Lieder von Joseph Haydn mit guter Artikulation und Betonung sang, am Klavier begleitet von Barbara Ikas. In den Höhen sang sie ihren Part stark, offen und frei. Stimmlich sehr gut harmonierten Nina Priester und Barbara Ochs mit ihrem Sopran bei den Duetten. Drei Werke von Mendelssohn Bartholdy standen auf dem Programm, die Nina Priester mit klarem, strahlend-hellem Timbre und Barbara Ochs angepasst zurückhaltend mit dunklerer Stimme sangen.
Gegenüber früher hat sich die Stimme von Nina Priester noch weiter entwickelt, sie ist offener, freier und als Solistin selbstbewusster geworden.
Nachahmenswert für ähnliche Konzerte und das Programm auflockernd war der Auftritt des Damenquartetts Quartetto Femminile mit Anne Margarete Rohrig, Violine, Claudia Peters, Violine, Andrea Bergmann, Viola und Gabriele Szarvas, Violoncello. Sie spielten sehr schnell angegangen das Divertimento D-Dur KV 136 von Wolfgang Amadeus Mozart.
Nach der etwas zu langen Pause sang der Chor A-capella fünf Lieder von Johannes Brahms, die dieser für einen Damenchor geschrieben hatte. Frisch, engagiert und genau auf das Dirigat eingehend sang der Chor gut dynamisch gestaltet und mit Schwung die nicht leicht zu singenden Lieder, wobei der Alt wohltuend dunkel gefärbt erklang. In einem weiteren Beitrag des Quartetts lebte instrumental „Moon River“ auf.
Nachdenkliches über die Zeit und „Ein kleines Lied“ des saarländischen Komponisten H-.D. Kuhn erklangen im Duett mit Nina Priester und Barbara Ochs, beim zweiten Lied löste der Komponist die begleitende Barbara Ikas ab. Er blieb auch am Klavier, als der Chor weitere Werke von ihm interpretierte.
Aktuell | Über uns | Veranstaltungen | Kartenbestellung | Reaktionen | Impressum | Kontakt
© 2005 Frauenchor Pro Musica. Alle Rechte vorbehalten.
Design, Umsetzung: M&G Saarbrücken





